OldSchool Wäsche waschen
28. August 2008
Meine Großmütter wären sicher stolz auf mich, ich habe gestern meine Wäsche gewaschen. Per Hand, so richtig mit Waschbrett, denn in meiner Unterkunft gibt es keine Waschmaschine. Danach haben meine Hände weh getan! Das erste mal war ich froh, alleine in Brasilien zu sein. Die Vorstellung auch noch Angies Wäsche waschen zu müssen, wie zu Hause, ist nicht angenehm. Aber ansonsten vermisse ich ihn sehr…. Gestern haben wir das erste mal seit dem ich hier bin endlich miteinander telefoniert, nachdem ich technische und monetäre Hindernisse aus dem Weg geräumt hatte. Das war sooooo schön! Heute Abend geh ich hier wieder „auf die Piste“. Bin mal gespannt, wie es wird. Das wäre das zweite mal diese Woche, dass ich ausgehe. Vielleicht führe ich hier das Studentenleben, das ich in Deutschland nie hatte
Fleisch
27. August 2008
Brasilien definitiv ein hartes Land für Vegetarier. Denn Fleisch ist hier ein wichtiges Genussmittel. Beim Mittagessen war ich in einer Churrascaria. Das ist so eine Art Grillrestaurant. Es gibt ein Buffet, an dem man sich den Teller kräftig voll machen kann. Das Fleisch kommt dann aber an den Tisch. Das heißt, ganz viele Leute mit einem Grillspieß oder Tablett laufen von Tisch zu Tisch und wenn man will schneiden sie einem ein Stück ab. Das wird nicht jedesmal neu bezahlt, sondern ist im Preis drin. Ich glaube, mein Mann wird sich hier sehr wohlfühlen wenn er kommt… Fleisch all you can eat!
Hier ist noch ein schönes Foto. Sonnenuntergang im Park mit der Skyline von Curitiba:
Kultur-Salat
26. August 2008
Gestern abend war ich hier das erstem mal aus: deutsches Mädchen mit einem Paraguayaner in einem Irish Pub in Brasilien. War ganz witzig. Der große Vorteil war, dass es dort richtiges, also deutsches Bier gab.
Schoen hier
22. August 2008
Mittlerweile bin ich etwa eine halbe Woche hier und finde es immer noch schoen. Aber ich merke auch, dass ich in einem ganz komischen Schwebezustand bin, ich weiss nicht, ob ich emotional schon ganz hier angekommen bin. Zumindest vermisse ich mein eigenes Bett, denn das Bett hier sackt irgendwie unter meinem Hintern ein, so dass eher ein Haengematten-Effekt entsteht.
Das ist auch ganz witzig, wie ich mich hier ueber ganz kleine Sachen ganz doll freue. Stellt euch vor, ich kann in der Cafeteria einen Kaffee kaufen! Alleine! Wow! Und im Supermarkt kann ich auch einkaufen! Lauter Kleinigkeiten, die nicht selbstverstaendlich sind, wenn man die Leute kaum versteht;
Gestern hab ich mich sehr gefreut, weil ich jetzt eine brasilianische Pre-Paid-Karte habe, also notfalls auch mal wen hier anrufen kann.
Toll finde ich auch die schoenen Pflanzen hier. Vorgestern war ich im botanischen Garten. EInfach nur schoen. Alles blueht ganz bunt. Allerdings hatte ich nicht erwartet, Blumenbeete mit Stiefmuetterchen anzutreffen.
An der Uni gibt es auch so etwas wie eine Mensa. Gestern und vorgestern hab ich da mit eineigen Maedels von hier gegessen, jeweils unter dem Versprechen, am naechsten Tag ja eine Bestaetigung vorzulegen, dass ich offiziell an der Uni bin und nicht einfach nur ein hungriges Maedchen von irgendwo. Das Essen kosten umgerechnet ca. 50 Cent. Dafuer gibt es Salat, Nachtisch, Fleisch, und….Reis mit Bohnen. Ein gutes Preis-Leistungsverhaeltnis!
Willkommen in Brasilien!
20. August 2008
Mien Flugzeug ist nicht abgestuerzt, ich wurde nicht ueberfallen, nein, ich bin in Brasilien, muede, aber wohlbehalten angekommen.
Das Wetter ist so, wie man es sich als Deutscher vorstellt, warm und sonnig, obwohl es hier im Sueden eigentlich kaelter sein sollte, weil Winter ist. Hier wachsen ueberall Palmen. Es ist also einfach sehr schoen.
Als ich gestern mein Zimmer gesehen habe musste ich erstmal schlucken, zu mehr Reaktionen war ich gluecklicherweise zu muede. Ich hatte ja erwartet, dass es sehr einfach sein wuerde, aber es war auch sehr dreckig. Also hab ich gestern im WalMart (Grosses Dankeschoen an die Globalisierung!) Putzeug gekauft und mein Zimmer fast drei Stunden lang geputzt (ich hatte auch nichts anderes zu tun). Jetzt mag ich auch barfuss im Zimmer laufen. In meiner Dusch-/WC-Ecke waren soviele Schamhaare einer mir gluecklicherweise unbekannten Person, ich haette ein Toupet drauss knuepfen koennen.
Gestern hab ich es geschafft, bis 21 Uhr wach zu bleiben (= 2 Uhr morgens MEZ), um mich an die Zeitumstellung zu gewoehnen. Mal sehen, wie lang ich brauche, um den JetLag zu ueberwinden.
Mein Portugiesisch laesst leider zu wuenschen uebrig. Ich verstehe nur ca. 1/3, leider in der Regel nicht genug, um den Sinn dessen zu verstehen, was mein Gegenueber mir mitteilen will. Aber aus den Gesichtern glaube ich zu lesen, dass alle ganz nett und herzlich sind… Allein Einkaufen bei WalMart habe ich ja schon geschafft.
Wunder mich über mich selber
17. August 2008
Ich kenne mich ja jetzt schon einige Jahre und habe festgestellt, dass ich immer überfüllte Handtaschen/Rucksäcke/Koffer habe. Ich nehme lieber alles mit, was ich evt. gebrauchen könnte. Gestern hab ich gepackt. Das erstaunliche: Meine Handtasche geht noch zu und ich brauche nur einen Koffer. Ich überlege jetzt die ganze Zeit, ob ich nicht etwas essentiell Wichtiges vergessen habe…
Gestern haben Angie und ich noch ganz romantisch die partielle Mondfinsternis bestaunt und dabei Rotwein getrunken. Ein schönes letztes Wochenende also.
Gestern hab ich übrigens Skype intalliert, d. h. falls jemand gerne mit mir skypen möchte kann er mir mailen.
Switch to Brazil
13. August 2008
Am Montag werde ich für zwei Monate nach Brasilien fliegen und für vorraussichtlich für zwei Monate da bleiben. Das es ernst wird merke ich daran, dass mich die Leute fragen, ob ich schon gepackt habe. – Nein, habe ich nicht. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Immerhin hab ich schon einen wiederverschließbaren 1l Kunststoffbeutel und zwei Bücher für den Flug… Das ist doch schon mal was, oder?
In Brasilien werde ich weiter an meiner Diplomarbeit forschen und schreiben, die ich vor wenigen Wochen hier in Deutschland begonnen habe. Nur so viel, um den Leser nicht zu sehr zu langweilen: es geht um Abwasser.
Es sind noch jede Menge fragen offen, sowohl hinsichtlich der ganzen Abwassergeschichte, als auch der Orga in Brasilien.
Wird schon alles klappen. Im schlimmsten Fall hab ich zwei Monate Urlaub
Mir wäre es allerdings wesentlich lieber, ich hätte am Ende mein Diplom in der Tasche und endlich mal sowas wie einen fertigen Beruf!
Ich freue mich jedenfalls über jeden, der mir nach Brasilien schreibt!